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Theoretisch sollte Wissenschaft für alle sein. In der Praxis werden wissenschaftliche
Methoden missbraucht. Forschung wird überwiegend von großen Konzernen, Regierungen und Parteien
finanziert, um mehr Profit zu machen oder ungerechte Regulierungen zu rechtfertigen.
Wissenschaft sollte die wahren Ursachen suchen und finden, Interessenskonflikte aufdecken
und bessere Lösungen entwickeln. Fragestellungen und Ergebnisse
sollten nicht dazu dienen, den Marktwert von bestimmten Personen oder Produkten zu steigern. Unabhängige Forschungsmittel sind notwendig.
Kunst macht Wissenschaft zeigt
Kunst auf Papier und anderen Dingen - Aquarelle,
Fotografien und CafePress Produkte,
um das zu erreichen.
Essstörungen sind sehr verbreitet. Seit Jahrzehnten wird auf diesem Gebiet intensiv geforscht. Die Ursachen sind jedoch nach wie vor nicht bekannt. Symptome werden
häufig erfolglos behandelt. Die Forschung auf diesem Gebiet wurde überwiegend von der Pharmaindustrie finanziert. Dafür wurden Psychopharmaka, insbesondere Anti-Depressiva,
zur Behandlung von Essstörungen verwendet. Es wurden psychiatrische Diagnosen - Adipositas, Anorexia Nervosa (Magersucht)
und Bulimia Nervosa (Bulimie) - und die entsprechenden Diagnosekriterien bestimmt, entwickelt und verfeinert. |

Neptunbrunnen Berlin
Die Forschung hat bisher in erster Linie Daten von Einzelnen
- vor allem von Mädchen und Frauen - erhoben und gemessen, wieviel sie essen und was sie
darüber denken. Der Kontext, in dem gegessen wird, die Interaktionen
zwischen Personen und die soziale Organisation des Essens in
der Praxis wurden nicht beachtet.
Im 2. Weltkrieg haben Ancel Keys
und seine Kollegen ein ung;ergewöhnliches Experiment
durchgeführt.
Über 100 Männer meldeten sich, um daran teilzunehmen.
Die Befreiung vom Militärdienst war mit der Teilnahme
verbunden. Die 36 gesündesten Männer, die in den Voruntersuchungen die besten
körperlichen und seelischen Werte hatten,
wurden für das Experiment ausgewählt. 6 Monate lang
durften sie nur die Hälfte dessen essen, was sie normalerweise
zu sich nahmen. 3 Monate vor dem Experiment und 3 bis 9 Monate
danach wurden die Essgewohnheiten, das Verhalten und die Persönlichkeit
der einzelnen Männer genau beobachtet. Die Ergebnisse zeigen,
dass Symptome, die als typisch für Anorexia und Bulimia
Nervosa gelten, Symptome des Verhungerns sind. Bei den Männern
wurden extreme körperliche, psychische, und soziale Veränderungen
beobachtet, die anhielten, nachdem das Experiment vorüber
war, und denen gleichen, die bei Essstörungen beobachtet
werden.

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Foto des Tages LUMIX Digitalfotowettbewerb
Psychiatrische Diagnosen beruhen auf dem medizinischen Modell. Demnach
sind die Ursachen, die bekämpft werden müssen, im Körper des Symptomtr·gers. Essstörungen
mit derartigen Modellen zu erklären, ist ein fundamentaler
Attributionsfehler, rechtfertigt jedoch den Einsatz von Psychopharmaka.
Barbara@Klingenspor.org
Gender
identity is linked to bulimia
Wenn dressierte Schüler ihr Wissen erbrechen
Bullying, Mobbing und Psychoterror
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